Spiel- und Singkreis Gaisbach e.V.

Vereinschronik

"Aller Anfang ist schwer!" Dieses Sprichwort trifft auch auf den Spiel- und Singkreis Gaisbach und dessen Vereinsgründung zu. So brauchte man doch drei "Geburtstermine" bis letztendlich der Verein am 11. November 1968 ins Leben gerufen war. Und jener 11.11. war mitnichten eine Prunksitzung!

Wolfgang Pfautz Angefangen hat alles damit, dass 1966 der Lehrer Wolfgang Pfautz an der Volksschule in Gaisbach ab und zu im Lehrfach "Singen" sein Akkordeon zur Begleitung einsetzte. Auf mehrmaliges Nachfragen von interessierten Jugendlichen ob er eventuell Unterricht für sie geben würde, antwortete dieser auf seine ihm eigene Art: "Ha no sollet se halt nächschde Woch' ämol komme!" Und aus diesem "ämol" wurde ein regelmäßiges Treffen. So meldeten sich bald weitere Interessierte.

In der Gaisbacher Jugendszene begann sich plötzlich etwas zu bewegen. Auch diejenigen, welche ihre musikalischen Fähigkeiten nicht an einem Instrument entwickeln, sondern viel lieber gesanglich in Erscheinung treten wollten, kam die Idee eines gemischten Chores entgegen. So kam es zur Gründung des Spiel- und Singkreis Gaisbach e.V.. Stets donnerstags fand im Anschluss an die Akkordeonstunde das Singen des jungen Chores statt.

Spielgruppe Nach einigen finanziellen Problemen, die für den Vorstand nicht immer leicht zu lösen waren, stand das nächste schier unüberwindliche Hindernis vor der Tür. Wolfgang Pfautz gab 1975 sein Engagement auf und weit und breit war kein Nachfolger in Sicht. In dieser Notlage erklärten sich schließlich die Aktiven Gertraud Marmein, Rosina Weimer und Ursula Heinrich bereit, den Akkordeonunterricht fortzuführen. Von Singstunde war vorerst keine Rede mehr. Nur der Vereinsname erinnert heute noch an den gemischten Chor.

1977 begann, so kann man heute sagen, mit Ursula Heinrich ein Neuanfang. Sie entschloss sich entsprechende Aus- und Fortbildungslehrgänge des Deutschen Harmonika-Verbandes in Trossingen zu besuchen, die sie als Übungsleiterin für Akkordeon qualifizierten. Ferner ließ sie sich zur Dirigentin ausbilden, wobei sie 1977 die Prüfung mit der Note "hervorragend" ablegte. Zwischenzeitlich hat sie sich noch die "Staatliche Anerkennung" zur Dirigentin hinzuerworben.

Bezirkstreffen 1990
Von 1977 bis 1991 lag die Nachwuchsarbeit allein in den Händen von Ursula Heinrich und schon bald waren die ersten Früchte ihrer unermüdlichen Arbeit und ihres persönlichen Engagements zu erkennen bzw. zu hören. Nach Auftritten bei vereinseigenen Veranstaltungen wagte man sich 1980 erstmals mit einem Akkordeonkonzert in die Stadthalle Künzelsau und erntete einen großen Erfolg.


1985 erforderte die deutlich gestiegene Zahl ausgebildeter und sich in Ausbildung befindlicher Akkordeonspieler die Gründung des II. Orchesters. Beim Herbstkonzert 1992 im Konzertsaal Würth war erstmals sogar noch ein 16-köpfiges Nachwuchsorchester unter der Leitung von Volker Maurer zu hören.

Innsbruck 1998 Nach zahlreichen musikalischen Erfolgen mehrten sich die jährlichen Auftritte der Gaisbacher Akkordeonorchester in vielfältiger Art und Weise. Ob bei den Künzelsauer Stadtfesten, den Musiktagen in Schloss Stetten, kirchlichen Veranstaltungen oder bei Jubiläen anderer Vereine und Institutionen, mit dem Spiel- und Singkreis Gaisbach war stets zu rechnen. Im Jahr 1998 wagte sich das erste Orchester zum ersten mal auf ein internationales Wertungsspielen. Die Kosten und Mühen die dafür aufgebracht wurden, machten sich am Ende durch das hervorragende Ergebnis bezahlt.

Neben dem ersten Orchester wurde im Jahr 2008 ein Akkordeonensemble gegründet. In dieser Formation, die im Gegensatz zum Orchester aus einer kleineren Besetzung besteht, wirkte Ursula Heinrich sowohl als musikalische Leiterin, wie auch als Spielerin mit. Nach einer Vielzahl erfolgreicher Konzertauftritte gab Ursula Heinrich 2009 bekannt, dass sie ab Sommer 2014 nicht mehr als Dirigentin und musikalische Leiterin zur Verfügung steht. Im Rahmen des Serenadenkonzerts 2014 hat sich Ursula Heinrich von den Spielerinnen und Spielern, vom Verein, vom Publikum und von zahlreichen Ehrengästen musikalisch verabschiedet.

Ihr Engagement beim Spiel- und Singkreis und ihr Wirken als stets treibende Kraft und unermüdlicher Motor im Verein haben wir hier für sie zusammengefasst:

Ursula Heinrich - ihr Wirken und Engagement beim Spiel- und Singkreis


Im September 2014 übernahm Reinhold Michelis die musikalische Leitung beim Spiel- und Singkreis und wirkt seitdem als Dirigent des ersten Orchesters, als musikalischer Leiter des Ensembles und als Jugendausbilder mit.

Mit nunmehr 140 aktiven und passiven Mitgliedern ist der Spiel- und Singkreis Gaisbach heute ein Musikverein, der vom Engagement und von der Motivation der Spielerinnen und Spieler, des Dirigenten und vielen anderen Vereinsmitgliedern lebt. Durch die Jugendarbeit und die Ausbildung von Akkordeonspielern schafft der Verein die Grundlage für die erfolgreiche Fortführung der Vereinschronik.